Ur-Ursprung
Ur-Ursprung heisst zurück zum Ursprung, zum Rhythmus der Natur, zu den Wildkräutern und Heilpflanzen und alles, was um uns herum wächst. Die Natur ist eine unendlich grosse Schatzkiste und schenkt uns alles, was wir brauchen, um uns zu nähren und zu heilen.
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Ich sammle die Pflanzen, die mir auf meinem Weg begegnen und mich rufen. Einige begleiten mich über einen längeren Zeitraum, andere treten in mein Leben und gehen wieder. Und alle lehren mich etwas über das Leben.
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Kräutertabak
Lange bevor der Tabak Europa eroberte, rauchten unsere Vorfahren heimische Kräuter, Blätter und Blüten zu zeremoniellen, aber auch zu medizinischen Zwecken. So stellte beispielsweise der Kräuterpfarrer Küenzle für Asthmakranke eine Mischung aus Huflattich, Wegerich, Minze und Waldmeister für die Pfeife zusammen und bis in die 70er Jahre konnte in den Apotheken Asthmazigaretten bezogen werden.
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Verwendet werden können viele verschiedene einheimische Pflanzen, wie Pfefferminze, Beifuss, Salbei, Kamille, Lavendel, Gänseblümchen, Königskerze, Brennessel, Haselnuss, Engelwurz, Buche, Kopfen, Himbeere, Huflattich usw.
Heimische Kräuter können als Ersatz von Tabak geraucht werden oder zur Aromatisierung von Tabak verwendet werden. Kräuterzigaretten können die Entwöhnung von Tabak unterstützen.
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Laut einer Walliser Kräuterfrau ist das Kräuterrauchen "der beste Weg festzustellen, welche Kräfte in den Pflanzen verborgen seien".
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Buchempfehlung: Christa Öhlinger-Brandner (2018). Kräutertabak - Die europäische Tradition des Kräuterrauchens.
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​Kräutermischung zum Rauchen
mit Huflattich, Salbei, Artemisia, Rose, Kamille, Lavendel, u.a.
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Baumharz
Baumharz ist ein Sekret, dass die Bäume für ihre Selbstheilung produzieren. Sie verschliessen damit ihre Wunden und schützen sich vor Krankheitserregern. Das Harz beinhaltet ätherischen Öle und Harzsäuren, die für ihre entzündungshemmenden, antibakteriellen, durchblutungsfördernden, wärmenden oder schleimlösenden Eigenschaften geschätzt werden. Baumharz wird auch als Gold des Waldes beziechnet. Diese Kraft können wir auch für uns nutzen.
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Buchempfehlung: Maximilian Moser & Erwin Thoma (2014). Die sanfte Medizin der Bäume.
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Baumharz-Salben
Baumharzsalben helfen bei Entzündung, Prellungen, Wunden, Rheuma, Gicht oder kleinen Verletzungen. Sie findet auch Anwendung bei Neurodermitis oder Insektenstichen.
Ich verwende selbst gesammeltes Harz von verschiedenen Nadelbäumen, je nachdem, wo es sich mir anbietet und verarbeite sie mit Olivenöl und Bienenwachs zu wertvollen Wundsalben. Ich verwende dafür auch Ölauszüge von anderen Heilpflanzen, um die Heilwirkung zu unterstützen.
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Neben der reinen Baumharzsalbe verwende ich das Baumharz auch in Kombination mit anderen Heilpflanzen (bspw. Johanniskraut, Ringelblume, Weihrauch, Myrrhe, Gundermann, Spitzwegerich).
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Hier geht es zu meinem aktuellen Sortiment:​
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Salben & Körperöle
Die Haut ist unser grösstes Organ. Sie steht in ständigem Austausch mit unserer Umwelt, hat unglaublich viele Rezeptoren und schützt uns. Deshalb ist es wichtig sie gut zu pflegen. Wir können wertvolle Nährstoffe über die Haut aufnehmen.
Für meine Salben und Körperöle verwende ich Ölauszüge von Pflanzen. Ich lege sie ein paar Tage in Öl ein, siebe sie ab.
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Wurzeln
Wurzeln umschließen wie ein dichtes Netz die ganze Erde. Nicht nur die Pflanzen, auch wir Menschen haben unsere Wurzeln. Wurzeln sind die botanischen Vorratskammern der Natur und helfen auch dem Menschen, geerdet zu bleiben. Wurzeln können als Nahrungsmittel oder in Form von Tee, Tinkturen, Salben oder geräuchert als Heilmittel verwendet werden.
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Wenn im Herbst die oberen Teile der Pflanzen absterben, ziehen sich die ganzen Nährstoffe und Heilkräfte der Pflanzen in die Erde zurück. Die Pflanze bereitet sich auf den Neubeginn im Frühjahr vor. Der Zeitpunkt ist gekommen, die gespeicherte Lebenskraft zu graben.
Buchempfehlung: Simone Schalk (2016). Die Kraft der Wurzeln. Verborgene Schätze unserer Heilpflanzen.
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Wurzelpulver
Wurzelngraben ist eine wunderschöne Arbeit. Wenn sich die Hände tief in die Erde graben, verbindet ich mich ganz von selbst mit der Erde und meinen eigenen Wurzeln. Das Ergebnis ist ein stärkendes Wurzelpulver aus Alant, Löwenzahn, Nelkenwurz, Brennessel, Engelwurz, Wegwarte.
Das Pulver kann ins Müesli, in Suppen, Eintöpfe, Salatsaucen oder Kuchen gemischt werden.
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Mein Lieblingsrezepte sind heisse Wurzelmilch oder Wurzelkaffee.
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Golden Latte: 1TL Wurzelpulver, je 1 Stück frischen Ingwer und Kurkuma, Zimt, Kardamom und 1 Nelke in 5dl (pflanzlicher) Milch aufkochen, absieben, mit Honig geniessen.
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Heissi Schoggi: 1TL Wurzelpulver in 5dl (pflanzlicher) Milch aufkochen, absieben, mit Kakao und Honig geniessen.
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Wurzelkaffee: 1/2TL Wurzelpulver zum Kaffepulver in die Bialetti mischen.
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Ur-Ursprung
